Selbstständig machen als Hauswirtschafter / ambulante Hauswirtschaft

Selbstständig machen als Hauswirtschafter: Ihre Chance im Dienstleistungsbereich
Die Hauswirtschaft bietet als anerkannter Ausbildungsberuf vielfältige Möglichkeiten für eine erfolgreiche Selbstständigkeit – besonders im Zuge des demografischen Wandels und des wachsenden Pflegebedarfs. Ob ambulante Hauswirtschaft, Beratung oder spezialisierte Dienstleistungen: Mit einem klaren Konzept, professioneller Arbeitsweise und gezieltem Online-Marketing lassen sich vertrauensvolle Kundenbeziehungen und wirtschaftlicher Erfolg aufbauen. Jetzt informieren und neue berufliche Perspektiven entdecken!
Die 3 wichtigsten Fragen für Gründer
Selbstständige und Freiberufler sind nicht kraft Gesetzes in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pflichtversichert. Sie müssen aktiv entscheiden, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern. Die Beiträge zur GKV richten sich nach dem Einkommen und betragen 2025 zwischen...
In der Regel entfällt die Pflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung für Selbstständige. Nur bestimmte Berufsgruppen (z. B. Handwerker, Lehrer, Künstler) müssen weiterhin Beiträge zahlen.
Wenn Sie nicht pflichtversichert sind, können Sie freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder sich für eine private Altersvorsorge entscheiden – etwa mit einer Rürup-Rente oder ETF-Sparplänen.
Wichtig: Ohne eigene Vorsorge erhalten Sie später keine gesetzliche Rente.
Ja – als Selbstständige tragen Sie das Risiko allein. Es gibt keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I (außer bei freiwilliger Weiterversicherung).
- Krankentagegeldversicherung: ersetzt das Einkommen bei längerer Krankheit
- Berufsunfähigkeitsversicherung: schützt vor Einkommensausfall bei dauerhafter Arbeitsunfähigkeit
Das bisschen Haushalt macht sich von alleine? Weit gefehlt! Denn wenn dieses bekannte Sprichwort zutreffend wäre, gäbe es für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen als Hauswirtschafter‘ am Markt keine Chance. Durch die vielen Facetten und Einsatzbereiche sowie den demografischen Wandel ergeben sich für dieses Berufsbild jetzt und in Zukunft attraktive Perspektiven. Daher ist es lohnenswert, diese Chancen für die Selbstständigkeit im folgenden Beitrag praxisorientiert zu beleuchten.
Hauswirtschafter werden & neue Berufsperspektiven eröffnen
Wer sich mit einem sehr vielfältigen Arbeitsumfeld selbstständig machen möchte, findet mit der Hauswirtschaft ein interessantes Betätigungsfeld. Mit einer Berufsausbildung und Erfahrungen sowie einer eventuellen Spezialisierung ergeben sich zahlreiche Optionen für eine erfolgreiche Existenzgründung. Quereinsteiger haben die Chance, sich durch eine Fortbildung als Hauswirtschafter qualifizieren zu lassen. Im Gegensatz zur Haushaltshilfe handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Wer ein wenig zu diesem Beruf recherchiert, wird eine große Vielfalt an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten finden.
Existenzgründung als Hauswirtschafter: selbstständig machen im Dienstleistungsbereich
- Analyse der Ausgangslage: Chancen sondieren
- Herausforderungen für eine Existenzgründung als Hauswirtschafter
- Strategische Positionierung durch Spezialisierung
- Voraussetzungen, um sich als Hauswirtschafter selbstständig zu machen
- Verdienst als Hauswirtschafter?
Analyse der Ausgangslage: Warum Hauswirtschafter werden?
Um eine Abgrenzung zur verwandten Geschäftsidee ‚selbstständig machen als Haushaltshilfe‘ vornehmen zu können, erscheint zu Beginn ein Blick auf die Aufgaben und Tätigkeiten einer Hauswirtschaftskraft sinnvoll.
Wo sind Hauswirtschafter überwiegend tätig?
Zu den klassischen Betätigungsfeldern zählen Pflegeheime, Kinderheime, Krankenhäuser, Sanatorien und Privathaushalte. Sie sind für die Erledigung aller hauswirtschaftlichen Arbeiten zuständig. Der größere Verantwortungs- und Planungsbereich unterscheidet sie klar von Haushaltshilfen. Zu den typischen Aufgaben zählen das Einkaufen, die Zubereitung von Speisen und Reinigungsaufgaben. Hierzu ist in aller Regel die Erstellung eines Reinigungs- oder Hygieneplans notwendig, so z.B. in Hotelgewerbe. Gerade in diesem Bereich kann auch der komplette Wäscheservice inbegriffen sein. Die Kalkulation und Budgetierung von Ausgaben in diesen und ggf. auch weiteren Bereichen fällt ebenfalls in den Aufgabenbereich einer Hauswirtschaftskraft.
Ein gewisses strukturelles Problem für die hier vorgestellte Geschäftsidee ist, dass die meisten Hauswirtschafter angestellt sind. Es handelt sich um eine fest integrierte Kraft, die für die Abläufe in einer Einrichtung oder in einem Betrieb unverzichtbar ist. Insofern ist zu prüfen, inwiefern sich für die eigene Ausrichtung als Hauswirtschafter am Standort eine Basis für den Weg in die berufliche Selbstständigkeit nutzen lässt. Gibt es Unternehmen und Institutionen, die selbstständigen Hauswirtschaftern zusammenarbeiten? Und wenn ja: Wie ließen sich die Arbeitsbedingungen so gestalten, dass keine Weisungsgebundenheit und somit keine Scheinselbstständigkeit entsteht?
Nach zukunftsorientierten Alternativen suchen
Angesichts dieser recht komplexen Ausgangslage erscheint es sinnvoll, nach alternativen Ausrichtungen für eine Existenzgründung im Bereich Hauswirtschaft zu suchen. Denkbar wären professionelle Beratungsdienstleistungen, die die Prozessoptimierung in Betrieben oder sozialen Einrichtungen zum Ziel haben. Wer sich aber als beratender Experte projektbasiert empfehlen möchte, wird viele Berufserfahrungen mitbringen müssen.
Welche Weiterbildung zum Hauswirtschafter?
Zu prüfen ist ferner, welche Weiterbildungsmöglichkeiten oder Spezialisierungen vielversprechend sind, um sich selbstständig als Hauswirtschaftskraft machen zu können. Durch den demografischen Wandel und den jetzt schon akuten Fachkräftemangeln zeichnet sich der Pflegebereich als zukunftsorientiertes Handlungsfeld für professionelle Hauswirtschafter ab. Durch eine Zusatzqualifikation im Pflegebereich lässt sich eine wachsende Zielgruppe ins Visier nehmen, mit der sich eine flexible Form der Zusammenarbeit umsetzen ließe. Ganz in diesem Sinne könnte eine konkrete strategische Ausrichtung dieser Geschäftsidee auch wie folgt lauten…
Selbstständig machen in der ambulanten Hauswirtschaft
Das 2015 eingeführte Pflegestärkungsgesetz ist als Indiz dafür anzusehen, dass die Grenzen zwischen Hauswirtschaft und Pflege in Zukunft durchlässiger werden. In den Folgejahren gab es weitere gesetzliche Anpassungen, etwa mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (2019) sowie zuletzt durch das Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG) im Jahr 2023. Diese Reformen machen deutlich, dass hauswirtschaftliche Leistungen im Rahmen der Pflege zunehmend an Bedeutung gewinnen. In einer zweiten Auflage 2017 wurde zudem der Begriff der Pflegebedürftigkeit neu gefasst, um bedarfsgerechter auf die Lebenswirklichkeit von Betroffenen eingehen zu können – ein Schritt, der auch der ambulanten Hauswirtschaft neue Möglichkeiten eröffnet. Die Geschäftsidee „selbstständig machen in der (ambulanten) Hauswirtschaft“ ist angesichts dessen für alle interessant, die bereits in der Pflege arbeiten oder sich durch eine breitere Aufstellung für zukünftige Herausforderungen fit machen möchten. Auch Quereinsteiger mit Erfahrung in der Haushaltsführung können diesen Weg gehen – insbesondere dann, wenn sie eine Anerkennung als Dienstleister nach § 45a SGB XI anstreben, um Leistungen mit der Pflegekasse abrechnen zu können.
Langfristige Chancen im Businessplan aufzeigen
Pfeiler der Selbstständigkeit könnte in diesem Sinne die Gründung eines eigenen ambulanten Hauswirtschaftsdienstes sein, der nach der Anerkennung gemäß § 45a SGB XI mit der Pflegekasse abrechnen kann. Schon jetzt sind haushaltsnahe Dienstleistungen im Leistungskatalog vorgesehen, wenn das Alltagsleben aufgrund eines Erkrankungsbildes oder einer Pflegebedürftigkeit erheblich eingeschränkt ist. Angehörige können solche Aufgaben zwar auch selbst übernehmen und dafür einen Zuschuss aus dem Entlastungsbetrag (monatlich 125 Euro) erhalten – in der Praxis lässt sich das jedoch oft nicht mit einer Vollzeit-Berufstätigkeit vereinbaren. Für Dienstleister, die haushaltsnahe Leistungen in diesem Rahmen erbringen, ergibt sich daher ein wachsender Bedarf. Nicht zu vergessen ist, dass die meisten Menschen möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben wollen. Ambulante Hauswirtschaft kann hierzu einen konkreten Beitrag leisten und das Pflegesystem insgesamt entlasten – zumal es schon in naher Zukunft deutlich zu wenige Pflegeplätze in stationären Einrichtungen geben wird. Wer dieses Zukunftspotenzial im Businessplan berücksichtigt und strategisch plant, hat gute Aussichten auf eine langfristig tragfähige Selbstständigkeit.
Worauf kommt es an?
In diesem Geschäftsbereich kommt es auf ein hohes Maß an strategischer Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an. Es gilt, die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen regelmäßig zu analysieren und zeitnah auf neue Chancen zu reagieren – etwa auf Änderungen in der Förderlandschaft oder bei Pflegegraden. Der Businessplan als Hauswirtschafter sollte in diesem Sinn ein hohes Maß an Zukunftsorientierung aufweisen und bereits mögliche Erweiterungen – wie etwa Betreuungsleistungen oder Kooperationen mit Pflegediensten – mitdenken. Ein Vorteil, sich selbstständig als Hauswirtschaftskraft zu machen, besteht darin, dass keine nennenswerten Investitionen erforderlich sind. Wer als Einzelkämpfer in Privathaushalten unterwegs ist, wird alles Notwendige dort vorfinden bzw. zur Verfügung gestellt bekommen. Wer hingegen einen mobilen Hauswirtschaftsdienst gründet, wird in erster Linie Büroräume, Versicherungen und eventuell Leasingfahrzeuge einplanen müssen. Auch die Kosten für die Anerkennung nach § 45a SGB XI sowie Schulungsmaßnahmen sind zu berücksichtigen. Insgesamt bleibt der Kapitalbedarf jedoch überschaubar – ideal für Gründerinnen und Gründer, die mit einem realistischen Budget starten möchten. Diese Kosten sollten im Businessplan für die ersten Geschäftsjahre möglichst exakt kalkuliert werden.
Wie Kunden gewinnen als Hauswirtschafter?
Je nach konkreter Geschäftsausrichtung ist zu prüfen, wo potenzielle Kunden für solche Dienstleistungen zu finden sind und wie diese am besten angesprochen werden können. Da Arbeiten in der Hauswirtschaft ein gewisses Maß an Vertrauen voraussetzen, werden persönliche Empfehlungen für die Kundengewinnung eine zentrale Rolle spielen. An dieser Stelle wird klar, warum einer professionellen und absolut zuverlässigen Arbeitsweise eine schlüsselkritische Bedeutung zukommt. Wer gute Arbeit leistet, kann von sich reden machen bzw. sich empfehlen. Durch die hohe Glaubwürdigkeit von persönlichen Empfehlungen wird es bei einer professionellen Arbeitsweise bereits nach kurzer Zeit zu neuen Kunden/Aufträgen kommen.
Digitale Reichweite zur Kundengewinnung
Auch wenn die Ausrichtung auf den Pflegebereich etwas anderes vermuten lässt, so spielen Internetmarketing bzw. Suchmaschinenoptimierung ebenfalls zentrale Rollen für die Kundengewinnung. Denn nicht selten sind es die Kinder oder Enkel, die sich im Internet nach hauswirtschaftlichen Leistungen in der Nähe informieren wollen. Und in dieser Hinsicht ist von einer hohen Internetaffinität bei der Suche auszugehen. Mit einer reichweitenstarken Homepage und gezielten Local SEO Maßnahmen ist es möglich, für Suchende Präsenz zu zeigen. Es besteht die Möglichkeit, durch die Vorstellung des Leistungsspektrums direkt zu Beginn für notwendiges Vertrauen zu werben. Möglichkeiten der Kontaktaufnahme oder eines ersten Beratungsgespräches sind in vielen Fällen der Einstieg in eine Zusammenarbeit, deren Konditionen natürlich im Sinne der Planbarkeit und Rechtssicherheit schriftlich mit einem Vertrag zu fixieren sind.
Selbstständig machen als Hauswirtschafter: Voraussetzungen
Von der persönlichen Seite her muss die Bereitschaft vorhanden sein, für andere Arbeiten in diversen Haushaltsbereichen durchführen zu wollen. Es ist ein großes Organisationstalent notwendig, um alle Aufgaben zeitlich managen und in der geforderten Qualität erledigen zu können. Dafür ist sicherlich auch ein starkes Verantwortungsbewusstsein mitzubringen. Wer mehrere Kunden am Tag besucht, braucht ein professionelles Zeitmanagement. Nur so kann es gelingen, allen Anforderungen gerecht zu werden und Pünktlichkeit sowie Verlässlichkeit jeden Tag vorzuleben. Das wird ein wichtiger Aspekt sein, wenn Personal einzustellen und dann motivierend zu führen ist.
Es versteht sich von selbst, dass Selbstständige in ihrer Rolle als Arbeitgeber eine sinnstiftende Motivations- und Vorbildfunktion zu erfüllen haben. Daher ist es auch erforderlich, Qualitätsansprüche in der Unternehmensphilosophie beim Marketing in den Mittelpunkt zu stellen und diese mit zielführenden Maßnahmen im Betriebsalltag glaubhaft zu leben. Im Umgang mit Menschen wird es im Arbeitsalltag auf eine sehr situative und individuelle Kommunikation mit einem hohem Maß an Einfühlvermögen ankommen. Denn wer andere in seinen Lebensbereich eindringen lässt/lassen muss, wird nicht selten Vorbehalte zu Beginn an den Tag legen.
Was die formalen Voraussetzungen für eine Existenzgründung als Hauswirtschafter angeht, so kann eine Berufsausbildung oder eine Weiterbildung als Qualifikationsbasis angesehen werden. Berufserfahrungen werden es leichter machen, einen Betrieb zu führen bzw. sich strategisch auf die Kundenwünsche einzustellen. Perspektivisch kann es auch eine Option sein, den Meister in Hauswirtschaft abzulegen. Das ist zwar in formaler Hinsicht nicht erforderlich, kann aber bei der Vermarktung und Kundengewinnung viele Vorteile durch ein starkes Image mit sich bringen.
Gewerbe anmelden als Hauswirtschafter?
Bevor die selbstständige Tätigkeit als Hauswirtschafter aufgenommen werden darf, ist ein Gewerbe beim zuständigen Amt anzumelden. Das kann in einigen Bundesländern bzw. Städten mittlerweile sogar online geschehen. Ob und welche Nachweise bei der Gewerbeanmeldung vorzubringen sind, hängt vom konkreten Leistungsspektrum der Geschäftsidee ab. Überall dort, wo mit frischen Lebensmitteln gearbeitet wird, sind Kenntnisse der Hygieneverordnungen nachzuweisen. Es ist auch denkbar, dass Gründer ihre persönliche Eignung unter Beweis stellen müssen, da es sich zweifelsohne um einen sehr vertrauenswürdigen Arbeitsbereich handelt. Das könnte formal etwa mit einem polizeilichen Führungszeugnis und einem Auszug aus dem Gewerbezentralregister geschehen. Bei einer Fokussierung auf den Pflegebereich käme eventuell eine freiberufliche Einstufung in Betracht. Allerdings wird es sich bei der Hauswirtschaft nicht um einen reinen Heilberuf handeln, sodass eine Anerkennung als Freiberufler eher unwahrscheinlich ist. Im Einzelfall käme es zudem auf den persönlichen Ausbildungs- bzw. Qualifikationshintergrund an.
Wieviel verdient man als selbstständiger Hauswirtschafter
Die Tätigkeit in der ambulanten Hauswirtschaft gewinnt durch den demografischen Wandel und gesetzliche Neuerungen zunehmend an Bedeutung. Viele fragen sich, ob sich der Schritt in die Selbstständigkeit in diesem Bereich auch finanziell lohnt. Der folgende Beitrag zeigt, mit welchem Einkommen Sie als selbstständige Hauswirtschafterin oder Hauswirtschafter rechnen können, welche Faktoren den Verdienst beeinflussen und worauf es bei der Preisgestaltung ankommt.
Verdienst als angestellter Hauswirtschafter als Vergleich
Laut aktuellen Angaben von Gehaltsportalen liegt das Bruttomonatsgehalt angestellter Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter zwischen 1.800 und 3.200 Euro – abhängig von Erfahrung, Qualifikation, Arbeitszeitmodell und Region. Der Durchschnitt liegt bei etwa 2.200 Euro brutto im Monat. Diese Zahlen bieten jedoch nur einen groben Rahmen. In der Regel sind in einer Festanstellung Sozialabgaben bereits berücksichtigt, was bei der Selbstständigkeit anders aussieht.
Selbstständig in der Hauswirtschaft: Wieviel ist möglich?
Wer selbstständig arbeitet, kann potenziell mehr verdienen – trägt aber auch alle unternehmerischen Risiken und ist für Krankenversicherung, Altersvorsorge, Steuern und Betriebsausgaben selbst verantwortlich. Damit bleibt am Monatsende oft nicht mehr übrig als bei einer Anstellung, zumindest in der Anfangszeit. Trotzdem bietet die Selbstständigkeit die Chance, bei geschickter Planung und Auslastung ein höheres Einkommen zu erzielen. Grundlage für ein gutes Einkommen ist eine zuverlässige Kundschaft, möglichst hohe Auslastung und eine wirtschaftlich tragfähige Preisgestaltung. Der Stundenlohn sollte nicht nur den eigenen Arbeitsaufwand abdecken, sondern auch alle Fixkosten und Rücklagen berücksichtigen. Viele selbstständige Hauswirtschafterinnen kalkulieren mit einem Stundensatz zwischen 25 und 40 Euro – je nach Region und Angebot. Diese Faktoren beeinflussen Ihren Verdienst Der Verdienst in der ambulanten Hauswirtschaft hängt von mehreren Faktoren ab: Regionale Nachfrage und Zahlungsbereitschaft In Ballungsräumen oder wohlhabenden Regionen sind höhere Preise durchsetzbar als in strukturschwachen ländlichen Gegenden. Anerkennung nach Paragraf 45a SGB XI Wer als Anbieter haushaltsnaher Dienstleistungen durch die Pflegekasse anerkannt ist, kann Leistungen direkt über den Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung abrechnen. Das schafft zusätzliche Einnahmequellen. Zielgruppe Wer sich auf private Haushalte im gehobenen Segment spezialisiert, kann mit höheren Stundensätzen rechnen – muss jedoch auch mit entsprechend hohen Erwartungen umgehen können. Effizienz und Organisation Eine gute Terminplanung und geringe Fahrtzeiten sorgen dafür, dass mehr Arbeitszeit tatsächlich abrechenbar ist. Zusätzliche Qualifikationen Kenntnisse in Pflege, Betreuung oder Ernährung können das Angebot erweitern und höhere Stundensätze rechtfertigen.
Zusammenfassung & FAQ
Was ist ein Hauswirtschafter?
Eine Hauswirtschaftskraft ist von einer Haushaltshilfe abzugrenzen, da sie ein breiteres Leistungsspektrum und somit insgesamt mehrt Verantwortung übernimmt. Das betrifft z.B. die Budgetierung von Ausgaben.
Was ist bei der Selbstständigkeit als Hauswirtschafter zu beachten?
Rein strukturell sind Hauswirtschaftskräfte eher angestellt tätig. Mit der Konkretisierung der Geschäftsidee im Businessplan müssen die Chancen der beruflichen Selbstständigkeit deutlich werden.
Welche Chancen bietet die Existenzgründung als Hauswirtschafter?
Hauswirtschaft und Pflege werden in den kommenden Jahren stärker verschmelzen, sodass sich mit einer breit aufgestellten Qualifikation neue, zukunftsorientierte Chancen ergeben.
Wie kann eine selbstständige Hauswirtschaftskraft Kunden gewinnen?
Für die Kundengewinnung als Hauswirtschaftskraft werden persönliche Empfehlungen ein zentrale Rolle spielen. Da das Internet zur Informationssuche eine immer wichtigere Rolle spielt, müssen Existenzgründer in diesem Bereich von Beginn an auf eine maximale digitale Reichweite setzen. Mittels Local SEO lassen sich Kunden ohne Streuverluste direkt am Standort erreichen.
Wie viel verdient ein Hauswirtschafter nach der Existenzgründung?
Die Verdienstmöglichkeiten in diesem Bereich gehören sicher nicht in den Spitzenbereich, können im Falle einer hohen Auslastung aber mehr als zufriedenstellend ausfallen. Ohnehin ist die Bewertung der Verdienstmöglichkeiten als sehr subjektiv anzusehen.
Bin ich umsatzsteuerpflichtig?
Mit unserem praktischen Kleinunternehmerrechner können Sie schnell und einfach prüfen, ob Sie die Voraussetzungen für die Kleinunternehmerregelung erfüllen. Diese Regelung nach § 19 UStG bietet Selbstständigen und kleinen Unternehmen steuerliche Erleichterungen, indem sie von der Umsatzsteuer befreit werden. Weitere Informationen zur Kleinunternehmerregelung.
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Wichtig: Das ändert sich bei Ihrer Krankenversicherung, wenn Sie selbstständig sind
Als Selbstständige/r oder Freiberufler/in sind Sie nicht mehr automatisch in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) pflichtversichert. Sie müssen sich nun aktiv für eine Form der Krankenversicherung entscheiden. Die Beitragshöhe in der GKV orientiert sich am Einkommen. Die Kosten für Selbstständige betragen in diesem Jahr zwischen ...